Jo. Franzke Architekten Jo. Franzke Architekten

Projekt

Wohnhaus in der Allendestraße

Frankfurt am Main , Deutschland

Das Gebäude ist mit einem Garagengeschoss mit 66 Stellplätzen unterkellert. Die Neubauwohnungen und der Kindergarten im Erdgeschoss sind in Passivhausqualität geplant.  Um die Länge der Fassade zu untergliedern und weil zwischen Hersfelder- und Richtung Rödelheimer Straße etwa 1 Meter Gefälle besteht, ist das Gebäude je Hauszugang mit ca. 20 Zentimeter Höhenversatz geplant.

Die durch Vor- und Rücksprünge gegliederte Hoffassade ermöglicht eine Anordnung privater Terrassenbereiche für die Bewohner des EG und schafft Rückzugszonen, gliedert die Länge der Freianlage und markiert Hauseingangsbereiche und die Ausbildung von Vorplätzen je Hauszugang.

Der Gartenanbau im Bereich des Kindergartens ist als für die Nutzung notwendiger Mehrzweckraum als Bindeglied zwischen den Gruppenräumen und der Freifläche angeordnet.Die Dachfläche des Gebäudes wird als fünfte Fassade mit einer extensiven Begrünung versehen. Auf den Dachflächen befinden sich auch die Lüftungszentralen für die nach Passivhausstandard erforderliche kontrollierte Wohnraumlüftung.

Mit der Wärmerückgewinnung durch das Abwasserrecycling wird das letzte Energieloch im Passivhaus geschlossen. Bislang ging diese Wärme ungenutzt verloren. Gleichzeitig ist ein Grauwasserrecycling geplant, bei dem dieses nur leicht verschmutzte Abwasser zunächst vom restlichen Schmutzwasser getrennt wird. Es wird mit Hilfe von Mikroorganismen behandelt, durch UV-Strahlung desinfiziert und der Hälfte der Wohnungen für die Toilettenspülung wieder zugeführt. So wird Trinkwasser eingespart. Dieser Feldversuch ist der erste seiner Art in Frankfurt und zählt deutschlandweit zu den größten Umsetzungen im Gebäude überhaupt.

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